Ketten- oder Nabenschaltung?

Welche eignet sich für wen?

Nabenschaltung: Robust und Wartungsarm

Der beliebte Klassiker bei Alltags- und Stadtfahrern

Bei eVelos ist das Spektrum an Naben­schaltungen durch die Motorauswahl eingeschränkt.  Die meistverkauften Nabenschaltungen sind nur für 40- oder 50Nm zugelassen. Der Drehmoment der meisten Motoren ist aber höher als 50Nm. Die meisten Nabenschaltungen können diese grosse Krafteinwirkung nicht dauerhaft verarbeiten. Ebenso ist die Übersetzungsbandbreite bei vielen Nabenschaltungen um einiges niedriger als bei der Kettenschaltung und für Steigungen und hügliges Gebiet kaum geeignet. Eine Sonder­rolle nehmen die stufenlos schalt­baren Enviolo-Naben gerade für eVelos ein.

Vorteile der Nabenschaltung

  • Nabenschaltungen lassen sich mit den wartungs­freien Riemen­antrieben kombinieren.
  • Die eigentliche Getriebe­technik liegt gut geschützt im Inneren der Nabe und verschleisst sehr viel lang­samer als bei einer Ketten­schaltung. Sie ist kompakt. Kette und Ritzel lassen sich gut gegen Schmutz schützen.
  • Sie lässt sich auch im Stand schalten – praktisch vor allem an der Ampel. Mittels eines einzigen Schalters kann man die Gänge wechseln.
  • Eine Naben­schaltung ist fast wartungs­frei.
  • Die beweglichen Teile sind gegen Schmutz und Wasser geschützt.
  • Die Kette springt nicht vom Ritzel, wie man es hin und wieder bei Ketten­schaltungen erlebt.
  • Die Schaltungen funk­tionieren auch bei Schnee, Eis und in Schlamm.

Nachteile

  • Naben­schaltungen sind schwerer als Ketten­schaltungen.
  • Naben­schaltungen sind meist teurer als Ketten­schaltungen.
  • Der Wirkungsgrad liegt bei etwa bei 90%. Das bedeutet der Energieverlust liegt bei ca. 10%.

Enviolo Nuvinci Schaltung: Perfekt für eVelos

Für alle E-Bike Fahrer hebt eine Enviolo NuVinci Nabenschaltung das Radfahren auf das nächste Level und bietet eine völlig neue und moderne Art des Schaltens. Den Gedanken an einen verschleissfreien Antrieb konsequent zu Ende gedacht, erfüllt sich mit der Kombination von E-Motor, Zahnriemen Antrieb und Enviolo NuVinci Nabenschaltung tatsächlich der Wunsch nach einem wartungsfreien Fahrrad-Antrieb.

Sie eignet sich perfekt für eVelofahrer/in, die sich maximale Zuverlässigkeit bei praktisch keinem Wartungsaufwand wünschen. Durch den soliden und gekapselten Aufbau können Sie sich voll und ganz auf das Radfahren konzentrieren. Ihre Enviolo Nabenschaltung funktioniert unter allen Bedingungen im besten Sinne unauffällig. Das Beste jedoch ist: Fahren im “falschen Gang” gibt es ab sofort nicht mehr. Hier trifft maximale Bedienerfreundlichkeit auf langlebige Technik.

Manuelle Enviolo TR

Dieses Modell verfügt über einen Drehgriff auf der rechten Lenkerseite, wie Sie ihn auch von anderen Nabenschaltungen kennen. Das Übersetzungsverhältnis lässt sich kinderleicht und stufenlos durch die Drehbewegung am Griff einstellen. Die Bandbreite der Übersetzung reicht bis zu 380%. Somit hat sie fast die gleiche Bandbreite wie die Kettenschaltungen.

Bitte beachten Sie die Shimano Schaltungen Alivio oder Nexus 8 Gang nur bis 50Nm zugelassen sind. Dadurch nicht geeignet für die Bosch Motoren Performance, CX und Performance Speed. Hier muss für die Verwendung das maximale Motor-Drehmoment abgeriegelt werden.

Kettenschaltung: Der Klassiker

Die am häufigsten am Rad zu findende Schaltungsart

Funk­tions­weise

Ketten­schaltungen sind im Prinzip simpel: Vorne stehen ein und hinten bis zu zwölf unterschiedlich grosse Ritzel zur Verfügung. Über den Schalt­hebel am Lenker kann der Fahrer/in das Schalt­werk steuern. Sie legen die Kette auf das gewünschte Kettenblatt und Ritzel und sorgen so für die passende Über­setzung.

Bei der Übersetzung handelt es sich um die Abstufung der Schaltung. Diese entscheidet, wie schwer und leicht Sie treten müssen. Ebenso, wie viel Weg man pro Kurbelumdrehung zurücklegt.

Vorteile

  • Im Vergleich zu einer Naben­schaltung ist die Ketten­schaltung meist preis­werter.
  • Die eingegebene Energie wird bei der Kettenschaltung sehr effizient umgesetzt. Die Ketten­schaltung hat bei regelmässiger Pflege immer noch den besten Wirkungs­grad unter den Antrieben. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 95%. Das bedeutet der Energieverlust liegt bei ca. 5%.
  • Ketten­schaltungen sind leichter als Naben­schaltungen.
  • Die Einzel­teile lassen sich bei Bedarf einfach austauschen. Dadurch lässt sich auch die Abstufung der Gang­schaltung problemlos ändern.
  • Bei einer Ketten­schaltung tritt der Fahrer während des Schaltens einfach weiter in die Pedale. Das ist nicht bei jeder Naben­schaltung möglich.

Nachteile

  • Höherer Verschleiss: Staub und Sand setzen sich zwischen Kette und Ritzel und schleifen sie Stück für Stück ab.
  • Die Kette leidet unter extremen Gang­wechseln. Eine Naben­schaltungs­kette hält deutlich länger.
  • Eine Ketten­schaltung muss gepflegt werden, das gilt nicht nur für die Kette, sondern auch für die Einstellung der richtigen Position vom Schalt­werk.
  • Damit der Fahrer/in einen neuen Gang einlegen kann, muss das Hinterrad in Bewegung sein. Der Versuch im Stand zu schalten, kann zu teuren Schäden führen.
  • Ketten­schaltungen lassen sich nicht mit den modernen wartungs­freien Riemen­antrieben kombinieren.